PLATEFORME

PLATEFORME setzt der Flüchtigkeit des Theaterbetriebs etwas Bleibendes entgegen. In einem Online-Archiv erfasst das Projekt deutsche Übersetzungen französischsprachiger Dramatik der letzten 30 Jahre. PLATEFORME holt die unsichtbar gebliebene Arbeit mehrerer Generationen von Übersetzer:innen vor den Vorhang und fördert Vernetzung und Austausch. Im PLATEFORME-Magazin erscheinen regelmäßig aktuelle Beiträge, die Theaterübersetzung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten – vom Interview bis zur Übersetzungskritik.

Magazin

Klaus Gronau über seine Karriere als Übersetzer französischer Gegenwartsdramatik Produktive Kreuzworträtsel

Als Dramaturg und Übersetzer trug Klaus Gronau jahrelang entscheidend zur Bekanntmachung französischsprachiger Dramatik in Deutschland bei. Dramatiker:innen wie Michel Azama, Noëlle Renaude und Copi verdanken ihm ihre ersten Schritte auf deutschsprachigen Bühnen. In seinem Text für PLATEFORME spricht er über seinen Weg von der Universität ans Theater, die Zusammenarbeit mit Autor:innen und Verlagen, Übersetzungsschwierigkeiten und Netzwerke und nimmt wehmütig Abschied von einem «geliebten, aber doch recht zeitaufwändigen Hobby».

Die zweisprachig arbeitende Schauspielerin Lucie Zelger über das Spielen als Übersetzung Zwischen Himmel und Erde

Aufgewachsen als Tochter einer Deutschen und eines französischsprachigen Schweizers in Genf erlebte Lucie Zelger bereits ihre Kinderspiele im Sommerurlaub als Akt der Übersetzung. Bei ihrer Schauspielspielausbildung lernte sie durch den Dozenten Michel Deutsch die Texte von Heiner Müller kennen und begriff schnell, dass zwischen einer französischen und einer deutschen Spielweise ein großer, vor allem körperlicher Unterschied bestand. Mittlerweile steht sie in beiden Sprachen auf der Bühne und auch vor der Kamera. In ihrem Text für PLATEFORME spricht sie über das Spielen als Übersetzung, über unterschiedliche Arten von Körperlichkeit und über prägende Begegnungen in ihrer Karriere.

Erfahrungsberichte Studierender zu einem Semester Theaterübersetzung als kollaborative Praxis Miranda & Dave goes Mannheim! Teil II

Im vergangenen Sommersemester veranstaltete Frank Weigand im Rahmen des Gastdozentenprogramms des Deutschen Übersetzerfonds das Blockseminar «Texte im Körper – Texte im Raum: Theaterübersetzung als kollaborative Praxis». Über drei Monate hinweg arbeiteten 16 Studierende mit unterschiedlichen Hintergründen (die meisten ohne jedes übersetzerische Vorwissen) gemeinsam an einer deutschen Übertragung des Textes «Miranda & Dave Begin Again» von der queeren kanadischen Dramatikerin Rhiannon Collett. Nach einer ersten Phase der Textarbeit an der Universität zog das Projekt nach sechs Wochen an das Theaterhaus G7, wo im Dialog mit den Schauspieler:innen Samantha Fowler, Vanessa Silva Bauer und Max Wex die endgültige Textfassung für eine Szenische Lesung erarbeitet wurde.

Diesmal mit Erfahrungsberichten von Viktoria Becker, Emily Fabricius und Rebekka Langhans.