PLATEFORME

PLATEFORME setzt der Flüchtigkeit des Theaterbetriebs etwas Bleibendes entgegen. In einem Online-Archiv erfasst das Projekt deutsche Übersetzungen französischsprachiger Dramatik der letzten 30 Jahre. PLATEFORME holt die unsichtbar gebliebene Arbeit mehrerer Generationen von Übersetzer:innen vor den Vorhang und fördert Vernetzung und Austausch. Im PLATEFORME-Magazin erscheinen regelmäßig aktuelle Beiträge, die Theaterübersetzung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten – vom Interview bis zur Übersetzungskritik.

Magazin

vlnr: Die Teilnehmer*innen Henrike Rohrlack, Mathilde Massuard und Marvin Lüdemann beim Abschluss-Showing des Workshops «Spielmaterial übersetzen» (Foto: René Schindler)

Impressionen von einem Workshop beim Festival euro-scene Leipzig Theaterübersetzen im Kollektiv

Im vergangenen November leiteten Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand im Rahmen des Festivals euro-scene Leipzig den Workshop «Spielmaterial übersetzen», eine Initiative des Bureau  du Théâtre et de la Danse des Institut français Deutschland. Auf der Grundlage von Textbausteinen ihres aktuellen Performanceprojekts OST, in deutscher, französischer und arabischer Sprache, führten sie erfahrene Übersetzer*innen und Teilnehmende aus unterschiedlichen Studiengängen der Universität Leipzig in das sprachübergreifende Übersetzen für die Bühne ein. Für PLATEFORME berichten die Translations-Dozentinnen Henrike Rohrlack und Mathilde Massuard, die sich unversehens als Teilnehmerinnen wiederfanden, von ihren Erfahrungen. Im zweiten Teil dieses Beitrags spricht die Theaterwissenschaftsstudentin Elisa Wenzel im Interview mit Alessa Haug über künstlerische Freiheit und Herausforderungen beim Übersetzen im Kollektiv.

 

Szene aus dem Stück «Le Péché du succès/Sünde Erfolg» von Meriam Bousselmi © Djamel Bouali

Meriam Bousselmi lädt uns ein, «auf Kant und Hegel zu spucken» Gendert das weibliche Genie die ästhetische Praxis?

In ihrem neuen Essay für PLATEFORME denkt die tunesische Forscherin, Autorin und Regisseurin Meriam Bousselmi darüber nach, ob Kunst klar einem Geschlecht zugeordnet werden kann. Eine scharfsinnige, nicht ganz humorfreie Reflexion über jahrhundertealte Strategien des systematischen Unsichtbarmachens, männliche Geniebegriffe in Kunst und Philosophie und ihre eigenen Erfahrungen im deutsch-arabischen Kontext.

Une scène du spectacle «Le Péché du succès» de Meriam Bousselmi © Djamel Bouali

Meriam Bousselmi nous invite à «cracher sur Kant et Hegel» Le génie féminin genre-t-il la pratique esthétique ?

Dans son nouvel article pour PLATEFORME, la chercheuse, auteure et metteure en scène tunisienne Meriam Bousselmi se demande si l’art peut être clairement genré. Une réflexion perspicace, non dénuée d’humour, sur des stratégies séculaires d’invisibilisation systématique, sur les notions de génie masculin dans l’art et la philosophie, et sur ses propres expériences dans le contexte germano-arabe.