Nennt mich Muhammad Ali

Ursprünglich verfasst für den in Brüssel lebenden burkinischen Schauspieler und Kulturmanager Etienne Minoungou, präsentiert der Monolog «Nennt mich Muhammad Ali» einen schwarzen Schauspieler, der vor weißem Publikum den zur afro-amerikanischen Ikone gewordenen Schwergewichtsweltmeister Ali verkörpert und immer wieder aus der Rolle fällt. Diese Situation wird zum Ausgangspunkt einer Reflexion über schwarze Identität und Geschichte und zeitgenössisches Theaterschaffen in Afrika und Europa. Dabei spielt der Autor mit unterschiedlichen Formen der Ansprache: einerseits der schwarze, afrikanische Schauspieler in Europa, der abwechselnd zu einem weißen Theaterpublikum und einer schwarzen Community spricht, andererseits seine Rolle – Muhammad Ali -, der die Geschichte der Schwarzen in den USA auf selbstbewusste, aggressive Art und Weise reflektiert und sich weigert, sich von der weißen Elite instrumentalisieren zu lassen.

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