Ix:variationen

Die 1990er. Eine ländliche Gegend am Fuß eines großen Gebirges. Ein Kind kommt zur Welt. Sein Name ist Ix. Seine Identität bleibt ungewiss, in ständigem Wandel.
Aufgebaut wie ein Pop-Album mit 17 Tracks, eine Playlist, die den Rhythmus der Szenen vorgibt, erzählt Ix:variationen in 17 in ihrer Form radikal verschiedenen Fragmenten eine queere Kindheit. Der Autor zieht unterschiedlichste sprachliche, poetische und szenische Register und setzt popkulturelle Anker mit Wiedererkennungseffekt. In ergussartigen Monologen, Tagebuchauszügen, lyrischen Wortströmen, Protokollen von Arztbesuchen sowie listenförmigen Exkursen in die Geschichte des Umgangs mit Homo- und Intersexualität erkundet Ix:variationen mit großer analytischer Präzision die Wirkmechanismen einer heteronormen Gewalt, die das Kind um jeden Preis einem binären Geschlecht zuzuordnen versucht.

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